FRAGILE

 

 

Tanzstück von Konstantin Tsakalidis

 

Viola: Cenk Erbiner

Dancers: Miriam Arbach, Isaac Araujo, Verena Piwonka, Jasmin Potrafke, Lilach Schwartz

 

24./25./26.2.2023 20 Uhr im Werk 2, Leipzig 

 

 

Konstantin Tsakalidis über das Stück:

 

Ein Gefühl der Ungewissheit und dass alles fragiler ist, als wir glauben wollen, suchte mich in den letzten Jahren - während der Lockdowns - auf.

Dass etwas so winziges wie ein Virus eine Gesellschaft lahmlegen kann, Freundschaften spaltet und Existenzen zerstört, vermittelte mir den Eindruck eines Kartenhauses, das zwar stabil wirkt, aber wenig braucht, um einzustürzen.

Als dann der Einmarsch in die Ukraine kam und mit ihm das Wettrüsten und der erloschene Kalte Krieg in einen erhitzten, die Weltpolitik neu sortierenden überging, die Einschätzungen der Klimaexperten immer düsterer wurden und unserem Bildungs- und Rentensystem der Untergang prognostiziert wurde, stellte sich mir die Frage: Was braucht es, um all dem Fragilen begegnen zu können?

Mit dieser Frage bin ich in die Vorberei- tung zu den Proben gegangen und sehe das Stück als einen nonverbalen Impuls- geber. Als etwas, das diese Frage auf einer nicht sprachlichen Ebene anregt.

Wo Fragen gestellt werden, kann es Raum für Lösungen geben. Und dieser Raum ist zuerst einmal ein Ort, an den das Wort nicht hingelangt. Der Tanz und die Musik bilden eine Brücke dorthin.